Startseite
  vereine
  Kino Waldshut Kinoprogramm
  Immobilien Waldshut Tiengen
  Veranstaltungen Kreis Waldshut
 

Restaurants und Gastronomie

   
  Ausflugsziele
  Bäder Guide
  Burgen, Schlösser
  Natur erleben
  Freizeitparks
     
  Kontakt  
     
     
     
     
 
Startseite - Tee Special - Ostfriesen und ihre Teekultur  

Die Ostfriesen und ihre Teekultur

   
       
Die Ostfriesen lernten das fernöstliche Getränk durch ihre holländischen Nachbarn kennen, die damals von ihren Grachten aus die Weltmeere beherrschten. Angereichert mit einem kräftigen Schuss Rum wurde der Tee zum Lieblingsgetränk der Fischer von Emden bis Wittmund.

Doch nicht immer konnten die Ostfriesen ihren Tee ohne Einschränkungen genießen. Hundert Jahre später, zur Zeit Friedrich des Großen, wurde den Ostfriesen jeglicher Teekonsum untersagt. Der Preußenkönig fürchtete das fremdländische Getränk, das über den Seeweg aus dem fernen China importiert wurde. "Das Drachengift aus China", wie der Monarch das wohlschmeckende Getränk bezeichnete, sollte nicht länger konsumiert werden und so sprach der "Alte Fritz" am 20. Mai 1777 ein generelles Tee-Verbot aus. Insbesondere die Ostfriesen wollten sich jedoch ihren täglichen Teekonsum nicht verbieten lassen. Ihr wunderbar belebender Göttertrank sollte plötzlich schädlich sein? Einige Bierbrauer hatten gemeinsam mit dem König diese Intrige ausgeheckt. Als die Ritterschaft dahinterkam, was gespielt wurde, verbündete sich diese mit den Vertretern der Städte und der Bauern und ging gegen die Schikane des Königs vor. Nach zwei Jahren andauernden Streits erhielten die Ostfriesen ihr Recht auf ihren täglichen Teegenuss zurück. Der Brauch der Teezeremonie war bereits zu tief in der Kultur verwurzelt, als dass man den Teetrinkern ihrer Gewohnheiten hätte berauben dürfen. Man glaubte sogar, dass man bei weiterem Verbot Gefahr liefe, dass die Fischer sich in den Niederlanden Arbeit suchen würden.

So kommt es, dass auch heute noch die Teezeremonie fester Bestandteil ostfriesischer Teekultur ist. Wenigstens drei Tassen Tee, das gilt als Ostfriesenrecht. Die "Teetieden" (Teezeiten) sind frühmorgens, vormittags gegen 11 Uhr (das "Elführtje"), nachmittags gegen 15 Uhr und abends nach 20 Uhr. Das Besondere an der Teezeremonie ist die Art und Weise, wie der Tee getrunken wird:
Aufgegossen wird der Tee immer in derselben Kanne ("Teepott"), die zuvor mit heißem Wasser ausgespült wird. Das Wasser wird zunächst etwa drei Finger hoch auf die Blätter gegossen. Nach drei Minuten wird die Kanne mit dem restlichen Wasser aufgefüllt. Damit der Tee nicht zu bitter wird, gießen die Ostfriesen die Flüssigkeit durch ein Sieb in eine zweite, ebenfalls heiß ausgespülte Kanne um.
Dann gibt man zuerst ein dickes Stück Kandis "Kluntje" in die Tasse. Anschließend wird der frisch aufgebrühte Tee darüber gegossen. Zum Abschluss setzt man dann das Wulkje", das "Wölkchen" aus Sahne, vorsichtig in die Tasse. Jetzt nicht wie gewohnt verrühren. Denn der Ostfriese genießt den Tee zunächst durch die kühle Sahneschicht, dann den herben Geschmack der Ostfriesenmischung und zuletzt den süßen Bodensatz.

 
 
 
 
 
 
 
     

weiter zu: Chai Tee - Tee im Trend

Quelle: Bild und Text Deutscher Teeverband e.V

 

   
   
   
   
   
  Kino Waldshut Zeitschriften Abo   Veranstaltungen Ausflugsziele  
Sie haben Fragen? Wer das Portal betreibt Hier können Sie ihre Firma kostenlos anmelden Kontaktformular